Wertermittlung Immobilie 2024: Schritt-für-Schritt-Anleitung!

Die Wertermittlung einer Immobilie ist ein entscheidender Schritt sowohl für Verkäufer als auch für Käufer auf dem Immobilienmarkt. Diese erste Phase im Prozess der Immobilientransaktion bietet einen Einblick in den tatsächlichen Wert der Immobilie, beeinflusst durch verschiedene Marktdynamiken und spezifische Eigenschaften des Objekts. Die korrekte Wertermittlung bildet die Grundlage für faire Verhandlungen und sichert eine transparente Abwicklung für alle Beteiligten. Dies gilt insbesondere angesichts der steigenden Popularität von Online-Tools zur Immobilienbewertung, die den Prozess zugänglicher und effizienter gestalten.

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Im weiteren Verlauf dieses Artikels wird detailliert darauf eingegangen, welche Methoden zur Wertermittlung von Immobilien existieren, welche Faktoren den Wert einer Immobilie beeinflussen und wie Fachexperten bei der Wertfindung unterstützen können. Außerdem erhalten Eigentümer praktische Tipps, um ihre Immobilie optimal auf die Bewertung vorzubereiten und gängige Fehler bei der Eigenschatzung des Immobilienwertes zu vermeiden. Durch die Integration dieser Aspekte wird eine umfassende Sichtweise auf die Thematik der Wertermittlung von Immobilien geboten.

Wertermittlung Immobilie

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Marktwert eines Hauses wird wesentlich durch Faktoren wie Lage, Größe und Zustand beeinflusst.
  • Der Immobilienmarkt ist dynamisch; aktuelle Trends und Marktentwicklungen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung.
  • Zu den Standardverfahren gehören das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren.
  • Online-Tools und Immobilienmakler bieten schnelle, jedoch oft grobe erste Schätzungen des Immobilienwerts.
  • Für präzise Ergebnisse sind professionelle Bewertungen empfehlenswert, die allerdings Zeit und Geld erfordern.
  • Durch Renovierungen und Verbesserungen der Energieeffizienz kann der Wert einer Immobilie signifikant gesteigert werden.
Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung der Wertermittlung

Eine professionelle Immobilienbewertung ist unerlässlich, um Eigentum schnell und zu einem guten Preis zu verkaufen. Sie bildet die Grundlage für die Festlegung des Verkaufspreises einer Immobilie und ist in verschiedenen Situationen wie Verkauf, Kauf, Erbschaft, Scheidung, Eigentumswechsel oder einer allgemeinen Vermögensübersicht von großer Bedeutung. Eine fachkundige Einschätzung bietet Sicherheit, Klarheit und Fairness in Immobilientransaktionen und schützt vor finanziellen Verlusten durch eine ungenaue Selbstbewertung.

Wichtige Anlässe für eine professionelle Wertermittlung:

  1. Verkauf und Kauf: Bestimmung eines angemessenen Marktwertes.
  2. Erbschaft und Schenkung: Ermittlung des Immobilienwertes für steuerliche Zwecke und bei Erbstreitigkeiten.
  3. Scheidung: Aufteilung des gemeinsamen Vermögens.
  4. Vermögensübersicht: Generelle Bewertung des persönlichen Vermögens.

     

Unpräzise Selbsteinschätzungen führen nicht selten zu erheblichen finanziellen Einbußen. Ein qualifizierter Experte hingegen kann eine umfassende und faktenbasierte Bewertung vornehmen, die in jedem der genannten Fälle Klarheit und Sicherheit bietet. Darüber hinaus ist eine professionelle Immobilienbewertung entscheidend, um bei Erbschaftsangelegenheiten festzustellen, ob und in welcher Höhe Schenkungs- oder Erbschaftssteuer anfällt, und um den Wert eines Pflichtteils für enterbte Erben zu bestimmen.

Vorteile einer professionellen Immobilienbewertung:

  • Klarheit und Transparenz: Eine fundierte Bewertung schafft eine verlässliche Basis für alle Beteiligten.
  • Vermeidung finanzieller Verluste: Korrekte Wertbestimmung schützt vor zu niedrigen Verkaufspreisen oder Überzahlungen beim Kauf.
  • Förderung fairer Verhandlungen: Eine objektive Bewertung erleichtert ausgewogene Verhandlungen.
  • Rechtliche Absicherung: Unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei Erbschaften und Schenkungen.

Die Bedeutung einer fachgerechten Wertermittlung von Immobilien kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie ist ein unverzichtbares Werkzeug, um im komplexen Immobilienmarkt erfolgreich zu navigieren und informierte Entscheidungen zu treffen.

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Methoden der Wertermittlung

Infografik Wertermittlung Haus

Bei der Wertermittlung einer Immobilie kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, die je nach Art der Immobilie, Marktsituation und Verfügbarkeit von Vergleichsdaten ausgewählt werden. Die drei Hauptmethoden sind:

  • Ertragswertverfahren: Dieses Verfahren basiert auf dem zukünftigen Ertragspotenzial der Immobilie. Es wird hauptsächlich bei Objekten angewandt, die Einkommen generieren, wie zum Beispiel Mietobjekte. Die Berechnung berücksichtigt erwartete Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sowie die Betriebskosten, um den Wert der Immobilie zu ermitteln.

  • Sachwertverfahren: Hier steht der materielle Wert der Immobilie im Vordergrund. Es werden der Wert des Grundstücks und der Wert der Gebäude separat betrachtet und auf dieser Basis der Gesamtwert der Immobilie geschätzt. Dieses Verfahren berücksichtigt die Kosten für die Errichtung eines vergleichbaren Gebäudes sowie die technische und wirtschaftliche Abnutzung.

  • Vergleichswertverfahren: Bei dieser Methode wird der Wert der Immobilie durch den Vergleich mit ähnlichen, kürzlich verkauften Objekten in der gleichen Lage bestimmt. Dieses Verfahren ist besonders präzise bei der Ermittlung des Werts von Grundstücken oder Gebäuden und spiegelt am besten die aktuelle Marktsituation wider.

Jede dieser Methoden hat ihre spezifischen Anwendungsbereiche und Vorteile. Die Auswahl der geeigneten Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Immobilientyp, die Marktkonditionen und die Verfügbarkeit von Vergleichsdaten. Die Ertragswertmethode eignet sich besonders für Anlageimmobilien, während das Sachwertverfahren oft bei einzigartigen Immobilien, die sich nicht leicht mit anderen vergleichen lassen, zur Anwendung kommt. Das Vergleichswertverfahren wird typischerweise bei standardisierten Wohnimmobilien in stabilen Märkten eingesetzt, wo ausreichend Verkaufsdaten verfügbar sind.

Für eine präzise Wertermittlung ist es entscheidend, die Methode zu wählen, die den spezifischen Eigenschaften und der Situation der Immobilie am besten entspricht. In manchen Fällen kann auch eine Kombination der Methoden sinnvoll sein, um ein möglichst genaues Bild vom Wert der Immobilie zu erhalten.

Faktoren, die den Wert einer Immobilie beeinflussen

  • Immobilienbewerter berücksichtigen alle relevanten Faktoren, um eine zuverlässige Einschätzung des Immobilienwerts vorzunehmen. Zu diesen Faktoren gehören:
  • Standort und Umgebung: Die geografische Lage und die unmittelbare Umgebung spielen eine entscheidende Rolle. Die Nähe zu Stadtzentren, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, öffentlichen Verkehrsmitteln und Freizeiteinrichtungen sowie regionale und lokale Trends beeinflussen den Wert einer Immobilie maßgeblich.
  • Größe und Zustand: Die Größe der Immobilie, das Layout des Wohnraums und der allgemeine Zustand, einschließlich des Alters und des Datums der letzten Renovierung, sind wichtige Bewertungskriterien. Moderne Ausstattungen in Küche und Bad, Energieeffizienzmerkmale sowie Außenbereiche wie Terrassen und Balkone tragen zur Wertsteigerung bei.
  • Marktbedingungen: Angebot und Nachfrage bestimmen den Marktwert, während der Verkehrswert durch die Eigenschaften und den Zustand der Immobilie beeinflusst wird. Der Bodenrichtwert, also der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter in einer bestimmten Lage, ist ein weiterer wichtiger Faktor in der Immobilienbewertung.
 

Die unterschiedlichen Werttreiber, wie der Typ der Immobilie, der Zustand der technischen Installationen und das Raumkonzept, sowie besondere Merkmale des Grundstücks oder der Immobilie, wie eine großartige Aussicht oder zusätzliches Baupotenzial, können den Wert erheblich beeinflussen. Ebenso spielen energetische Aspekte eine zunehmend wichtige Rolle. Energieeffiziente Immobilien mit niedrigeren CO2-Emissionen sind wertvoller. Gut isolierte Wände und Fenster sowie energiesparende Heizmethoden erhöhen die Attraktivität und den Wert einer Immobilie.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Vielzahl von Faktoren den Wert einer Immobilie beeinflusst. Dazu gehören nicht nur die physischen Eigenschaften und die Lage, sondern auch externe Faktoren wie Marktkonditionen zum Zeitpunkt des Verkaufs, wirtschaftliche und demografische Bedingungen in der Makro- und Mikrolage sowie spezielle Merkmale der Immobilie. Diese Faktoren zusammen ergeben ein umfassendes Bild, das für eine genaue Wertermittlung unerlässlich ist.

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Die Rolle von Fachexperten bei der Wertermittlung

Die Rolle von Fachexperten bei der Wertermittlung einer Immobilie ist unerlässlich, um eine umfassende und genaue Bewertung zu gewährleisten. Insbesondere wenn es um spezifische Parameter wie Baumängel geht, die in einer Online-Bewertung nicht berücksichtigt werden können, bieten professionelle Immobilienbewerter eine unverzichtbare Dienstleistung. Eine inkorrekte Bewertung kann nicht nur zu finanziellen Verlusten führen, sondern auch das Vertrauen potenzieller Käufer untergraben. Hierbei ist die Genauigkeit der Bewertung von entscheidender Bedeutung.

  • Erfahrung und Wissen: Immobiliengutachter verfügen über umfangreiches Wissen und Erfahrung in der Immobilienbewertung. Sie bieten wertvolle Unterstützung in verschiedenen Situationen, sei es beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie oder bei Streitigkeiten. Ihre Expertise ist besonders wichtig, um den Marktwert für steuerliche Zwecke, wie beispielsweise bei Schenkungen oder Erbschaften, zu bestimmen.

  • Bewertungsprozess: Der Prozess der Immobilienbewertung umfasst mehrere Schritte. Dies beginnt mit der Analyse der Immobilie, beinhaltet die Bewertung der Lage und schließt mit der Analyse des aktuellen Immobilienmarktes ab. Fachexperten berücksichtigen dabei eine Vielzahl von Faktoren, um eine möglichst genaue Wertermittlung zu gewährleisten.

  • Verschiedene Anlässe für Bewertungen: Immobiliengutachter führen professionelle Bewertungen für eine Reihe von Zwecken durch, darunter Verkäufe, Erbschaften, Schenkungen, Scheidungen oder Kreditanträge. Der Verkehrswert wird von einem professionellen Gutachter bestimmt, während der Marktwert häufig durch Immobilienmakler ermittelt wird. Ein vollständiges Gutachten, auch Vollgutachten genannt, ist detaillierter und umfassender als ein einfaches Bewertungsgutachten und wird oft für rechtliche Zwecke benötigt, wie beispielsweise in Scheidungs- oder Erbschaftsfällen.

Die Auswahl eines zertifizierten Gutachters für die Immobilienbewertung ist ein kritischer Schritt, der Forschung, eine erste Diskussion, eine Eigentumsinspektion, Marktanalyse, Datenanalyse, die Erstellung eines Bewertungsberichts, Überprüfung, Einreichung und Nachverfolgung umfasst. Es wird empfohlen, einen zertifizierten Gutachter zu beauftragen, um genaue Ergebnisse im Bewertungsprozess zu gewährleisten. Die Kosten für eine professionelle Bewertung liegen typischerweise zwischen 1.200 und 2.000 Euro, eine Investition, die aufgrund der Komplexität der Wertermittlung empfohlen wird.

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Tipps für Eigentümer zur Vorbereitung auf die Wertermittlung

Eigentümer tragen die Verantwortung, den Wert ihrer Immobilie zu erhalten und vorzubereiten, besonders wenn es um die Wertermittlung geht. Eine mangelnde Vorbereitung kann sich negativ auf die Bewertung auswirken. Hier sind einige praxisnahe Tipps, wie Sie sich optimal auf die Wertermittlung vorbereiten können:

  • Instandhaltung und Modernisierung: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Immobilie auf dem neuesten Stand ist, sowohl in Bezug auf die Energieeffizienz als auch die Bausubstanz. Modernisierte Immobilien mit aktuellen Energie- und Baustandards erzielen schneller höhere Verkaufspreise. Dies umfasst unter anderem die Aktualisierung der Heizsysteme, die Verbesserung der Dämmung und die Erneuerung von Fenstern und Türen.

  • Genauigkeit der Wohnflächenangaben: Die präzise Angabe von Wohn- und Nutzfläche ist ein entscheidender Faktor im Entscheidungsprozess der Käufer. Überprüfen Sie die vorhandenen Unterlagen auf ihre Aktualität und Richtigkeit. Eine fehlerhafte Angabe kann zu Diskrepanzen bei der Bewertung führen und den Verkaufsprozess verzögern oder sogar den Wert der Immobilie mindern.

  • Dokumentation und Präsentation:

    1. Vorbereitung der Unterlagen: Stellen Sie alle relevanten Dokumente zusammen. Dazu gehören Grundrisse, Baupläne, Energieausweise und Nachweise über durchgeführte Renovierungen oder Modernisierungen.
    2. Inspektion der Immobilie: Eine gründliche Inspektion der Immobilie vor der Bewertung kann helfen, mögliche Mängel zu identifizieren und zu beheben. Achten Sie auf Baumängel, undichte Stellen oder Schäden an der Bausubstanz.
    3. Analyse der Lage und des Marktes: Ein Verständnis für die aktuelle Marktsituation und die Besonderheiten Ihrer Lage kann Ihnen helfen, realistische Erwartungen an die Bewertung zu setzen.

Die Vorbereitung auf die Wertermittlung erfordert eine sorgfältige Planung und Aufmerksamkeit für Details. Durch die Beachtung dieser Tipps können Eigentümer sicherstellen, dass ihre Immobilie zum bestmöglichen Preis bewertet wird.

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Häufige Fehler bei der Eigeneinschätzung des Immobilienwertes

Bei der Eigeneinschätzung des Immobilienwertes unterlaufen Eigentümern häufig Fehler, die zu ungenauen Bewertungen führen können. Einige der verbreitetsten Missverständnisse und Fehltritte umfassen:

  1. Übermäßige Abhängigkeit von Online-Bewertungstools: Viele Eigentümer neigen dazu, sich ausschließlich auf die Schätzungen von Online-Tools zu verlassen. Diese können jedoch irreführend sein, da sie nicht immer alle lokalen Marktbedingungen oder spezifischen Eigenschaften der Immobilie berücksichtigen.

  2. Vernachlässigung von vergleichbaren Verkäufen: Ein wichtiger Aspekt bei der Wertermittlung ist der Vergleich mit ähnlichen, kürzlich verkauften Immobilien in der Umgebung. Die Nichtbeachtung dieser Daten führt oft zu einer Über- oder Unterschätzung des eigenen Immobilienwertes.

  3. Emotionale Voreingenommenheit: Eigentümer haben eine natürliche Tendenz, den Wert ihrer Immobilie aufgrund persönlicher Bindungen oder Erinnerungen zu überschätzen. Dies kann eine objektive Bewertung erschweren.

Darüber hinaus gibt es weitere spezifische Fallstricke:

  • Verwendung veralteter oder unangemessener Daten: Aktuelle und relevante Daten sind für eine genaue Wertermittlung unerlässlich. Veraltete Informationen können zu einer Fehlbewertung führen.
  • Überschätzung von Immobilienverbesserungen: Während bestimmte Verbesserungen den Wert einer Immobilie steigern können, wird ihr Beitrag zum Gesamtwert oft überschätzt. Es ist wichtig, einen realistischen Blick darauf zu haben, welche Renovierungen tatsächlich einen Mehrwert darstellen.
  • Mangel an ausreichender Recherche: Eine gründliche Marktforschung und Analyse vergleichbarer Verkäufe sind entscheidend, um eine fundierte Einschätzung des Immobilienwertes zu erhalten. Unzureichende Recherche kann zu einer falschen Preisvorstellung führen.

Die Vermeidung dieser häufigen Fehler erfordert eine sorgfältige und objektive Herangehensweise an die Wertermittlung. Eigentümer sollten erwägen, Fachexperten hinzuzuziehen, um eine präzise und marktgerechte Bewertung ihrer Immobilie zu gewährleisten.

Verkehrswert vs. Marktwert

Beim Verkauf, der Erbschaft oder der Teilung einer Immobilie tritt oft die Frage nach dem Wert der Immobilie auf. Hierbei wird zwischen dem Verkehrswert und dem Marktwert unterschieden. Der Verkehrswert, auch bekannt als der gesetzlich festgelegte Wert, kommt ins Spiel, wenn es um rechtliche Angelegenheiten wie Erbschaften oder Eigentumsteilungen geht. Er ist der wahrscheinlichste Preis, zu dem eine Immobilie unter gewöhnlichen Umständen verkauft werden könnte. Die Ermittlung des Verkehrswertes basiert auf Methoden wie dem Vergleichswertverfahren, dem Ertragswertverfahren und dem Sachwertverfahren.

Im Kontrast dazu steht der Marktwert, der den Preis darstellt, zu dem eine Immobilie voraussichtlich auf dem offenen Markt verkauft werden kann. Der Marktwert ist besonders relevant für informelle Transaktionen und gibt einen Hinweis darauf, was Käufer bereit sind, unter aktuellen Marktbedingungen zu zahlen. Im Gegensatz zum Verkehrswert, der in Gerichtsfällen als rechtlich bindend angesehen wird, hat der Marktwert keine rechtliche Bindung.

Die Kosten für eine Verkehrswertgutachten liegen zwischen 1.400 und 2.500 Euro. Diese Investition ist wesentlich für diejenigen, die eine genaue und rechtlich anerkannte Bewertung ihrer Immobilie benötigen, sei es für Erbschaftsangelegenheiten, Eigentumsteilungen oder andere rechtliche Zwecke. Der Verkehrswert wird für legale Zwecke verwendet, während der Marktwert hauptsächlich für informelle Transaktionen herangezogen wird. Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Werten ist entscheidend für Eigentümer, die eine Immobilientransaktion planen, sei es durch Verkauf, Erbschaft oder Teilung.

Der Einfluss der Wertermittlung auf den Immobilienverkauf

Die Wertermittlung einer Immobilie ist ein entscheidender Faktor, der den Verkaufsprozess maßgeblich beeinflusst. Durch eine professionelle Bewertung erhalten Verkäufer eine fundierte Grundlage, um einen realistischen Verkaufspreis festzulegen. Dieser Schritt ist nicht nur für die Preisfindung wichtig, sondern dient auch als solide Verhandlungsbasis mit potenziellen Käufern. Eine genaue Einschätzung des Immobilienwertes kann den Verkauf beschleunigen und optimiert die finanziellen Ergebnisse für den Verkäufer.

  • Schritte der Wertermittlung für eine Immobilie:
    1. Forschung und Analyse: Sammlung relevanter Daten über die Immobilie und den lokalen Markt.
    2. Inspektion: Begutachtung der Immobilie, um Zustand und Besonderheiten zu erfassen.
    3. Marktanalyse: Vergleich mit ähnlichen, kürzlich verkauften Immobilien in der Umgebung.
    4. Datenanalyse: Auswertung der gesammelten Informationen zur Bestimmung eines vorläufigen Wertes.
    5. Erstellung des Bewertungsberichts: Dokumentation der Ergebnisse und Festlegung des endgültigen Immobilienwertes.

Ein gut durchdachter Bewertungsbericht bietet nicht nur eine detaillierte Analyse des Immobilienwertes, sondern auch wertvolle Einblicke in den Markt und die Positionierung der Immobilie. Mit diesen Informationen können Verkäufer eine gezielte Marketingstrategie entwickeln, um die richtigen Käufer anzusprechen und den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.

Die Vorteile einer professionellen Immobilienbewertung umfassen:

  • Realistische Preisgestaltung: Ermöglicht die Festlegung eines marktgerechten Verkaufspreises.
  • Effizienz: Beschleunigt den Verkaufsprozess durch eine klare Preisvorstellung.
  • Verhandlungsbasis: Stärkt die Position des Verkäufers in Verhandlungen.
  • Finanzielle Optimierung: Maximiert den finanziellen Gewinn aus dem Verkauf.
  • Entscheidungshilfe: Bietet eine solide Grundlage für die Entscheidungsfindung.

Eine umfassende Wertermittlung trägt entscheidend dazu bei, den Immobilienverkauf erfolgreich zu gestalten. Sie hilft, den Wert der Immobilie realistisch einzuschätzen und unterstützt Verkäufer dabei, ihre Ziele effizient und gewinnbringend zu erreichen.

Schlussfolgerung

Die präzise Bewertung einer Immobilie ist ein zentraler Faktor für den erfolgreichen Abschluss von Immobilientransaktionen und setzt fundiertes Fachwissen sowie eine gründliche Analyse voraus. Durch das Zusammenführen der verschiedenen Bewertungsmethoden und die Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren, die von der Lage und Zustand der Immobilie bis hin zu aktuellen Marktkonditionen reichen, kann ein realistischer Wert ermittelt werden. Dies ermöglicht es sowohl Verkäufern als auch Käufern, fundierte Entscheidungen zu treffen und den Grundstein für faire und transparente Immobilientransaktionen zu legen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Wahl eines professionellen Gutachters und die sorgfältige Vorbereitung auf die Bewertung von entscheidender Bedeutung sind. Die richtige Bewertung schützt vor finanziellen Verlusten, fördert faire Verhandlungen und unterstützt eine effiziente und zufriedenstellende Abwicklung des Verkaufsprozesses. Darüber hinaus leistet sie einen essenziellen Beitrag zur Rechtssicherheit und zur Transparenz auf dem Immobilienmarkt, indem sie eine objektive Grundlage für den Wert einer Immobilie bietet.

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Die häufigsten Fragen

Um den aktuellen Wert Ihrer Immobilie selbst zu ermitteln, gibt es verschiedene Berechnungsmethoden. Dazu zählen:

  • Sachwertberechnung: Hierbei wird der Bodenwert (Grundstücksfläche multipliziert mit dem Bodenrichtwert) und der Wert der Immobilie separat ermittelt.
  • Ertragswertberechnung: Der Jahresreinertrag wird aus dem Jahresrohertrag abzüglich der Bewirtschaftungs- und Verwaltungskosten berechnet.
  • Marktwertberechnung: Eine Methode ist die Mittelwertbildung aus Sach- und Ertragswert, eine andere die gewichtete Addition von zwei Dritteln des Sachwerts und einem Drittel des Ertragswerts.
  • Vergleichswertberechnung: Hier wird der Verkaufspreis einer vergleichbaren Immobilie in Relation zur Fläche gesetzt und auf die zu bewertende Immobilie umgerechnet.

Die Bewertung einer Immobilie erfolgt üblicherweise mittels dreier Verfahren: dem Sachwertverfahren, dem Vergleichswertverfahren und dem Ertragswertverfahren. Beim Sachwertverfahren wird der Wert der Immobilie und des Grundstücks getrennt voneinander bestimmt, wobei der Bodenrichtwert als Anhaltspunkt für den Grundstückswert herangezogen wird.

Bei der professionellen Wertermittlung einer Immobilie untersucht ein zertifizierter Sachverständiger das Objekt persönlich und prüft alle relevanten Unterlagen. Er berechnet den Wert der Immobilie und berücksichtigt dabei Faktoren wie Lage, Ausstattung und Zustand, um Zu- oder Abschläge vorzunehmen. Das Ergebnis dieser Bewertung ist der Verkehrswert der Immobilie.

Das Finanzamt verwendet zur Ermittlung des Verkehrswerts einer Immobilie drei Hauptbewertungsverfahren: das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren. Die Auswahl des Verfahrens hängt von der Immobilienart und den zur Verfügung stehenden Daten ab.

Disclaimer

Die Empfehlungen und Informationen aus diesem Ratgeber sind unverbindlich und ohne jede Gewähr und haben zudem keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

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