Hausbesichtigung Checkliste 2024

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Inhaltsverzeichnis

Hausbesichtigung Checkliste

Hausbesichtigung Checkliste

Vorbereitung der Besichtigung

  • Kritische Eckdaten des Objektes recherchieren (Baujahr, Wohnfläche, letzte Renovierung)
  • Relevante Unterlagen vorab anfordern und studieren (Grundbuchauszug, Baupläne, Teilungserklärungen, Protokolle der Eigentümerversammlungen, falls Eigentumswohnung)
  • Terminierung der Besichtigung bei Tageslicht, um realistischen Eindruck von Lichtverhältnissen und Wohnatmosphäre zu erhalten

Checkliste vor dem Termin

  • Alle relevanten Unterlagen vorab eingesehen und geprüft
  • Notwendige Informationen gesammelt und auf Vollständigkeit geprüft (Baupläne, Protokolle, Energieausweis)
  • Ausreichend Zeit eingeplant, um das Objekt zu verschiedenen Tageszeiten zu betrachten
  • Anfahrten zu mehreren Objekten effizient koordiniert
  • Analyse der Bausubstanz und Nachbarschaft bei variierenden Lichtverhältnissen durchgeführt

Während der Besichtigung

  • Jeden Winkel des Hauses inspiziert
  • Auf Details geachtet, die Informationen über den wahren Wert des Objektes liefern können
  • Notizen zu potenziellen Problemfeldern gemacht
  • Präzise Fragen gestellt, basierend auf den vorab recherchierten Informationen
  • Wohnqualität und Umgebung analysiert

Nach der Besichtigung

  • Eindrücke und Informationen dokumentiert
  • Einschätzung des Immobilienpotenzials vorgenommen
  • Bei Bedarf Expertenrat eingeholt, z.B. von einem Gutachter oder Architekten
  • Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen (Weitere Besichtigungen, Kaufangebot, etc.)
 

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Vorbereitung der Besichtigung

Vorgehensweise bei der Hausbesichtigung Infografik

Um eine solide Grundlage für die Besichtigung zu schaffen, sollten Sie sich zunächst mit den kritischen Eckdaten des Objektes vertraut machen. Diese umfassen Aspekte wie das Baujahr, die Wohnfläche und die letzte Renovierung.

Des Weiteren ist es ratsam, relevante Unterlagen vorab anzufordern und eingehend zu studieren. Dazu zählen beispielsweise der Grundbuchauszug, Baupläne, Teilungserklärungen sowie Protokolle der Eigentümerversammlungen, falls es sich um eine Eigentumswohnung handelt.

Abschließend empfehle ich, die Besichtigung bei Tageslicht zu terminieren, um einen umfassenden und realistischen Eindruck von den Lichtverhältnissen und der Wohnatmosphäre zu erhalten.

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Checkliste vor dem Termin

Bevor Sie eine Immobilie besichtigen, ist eine gründliche Vorbereitung entscheidend. Stellen Sie zunächst sicher, dass alle relevanten Unterlagen vorab eingesehen wurden. Dies schafft eine fundierte Basis für präzise Fragen und Einschätzungen während der Besichtigung.

Nehmen Sie sich Zeit, um die notwendigen Informationen zu sammeln und auf Vollständigkeit zu prüfen: Baupläne, Protokolle und Energieausweis sind hier von elementarer Bedeutung. Eine sorgfältige Durchsicht dieser Dokumente vermag potenzielle Problemfelder bereits im Vorfeld zu identifizieren.

Ebenso kritisch ist die Organisation Ihrer Besuchslogistik: Planen Sie ausreichend Zeit ein, um das Objekt bei unterschiedlichen Tageszeiten zu betrachten, und koordinieren Sie ggf. Anfahrten zu mehreren Objekten effizient. Die Analyse der Bausubstanz und Nachbarschaft bei variierenden Lichtverhältnissen liefert wertvolle Einsichten in die Wohnqualität.

Wichtige Unterlagen zusammenstellen

Für eine zielgerichtete Hausbesichtigung ist es essentiell, eine lückenlose Sammlung relevanter Dokumente zu konsultieren. Zentral sind dabei Grundbuchauszüge, welche die Eigentumsverhältnisse klar darlegen.

Der Flächennutzungs- und Bebauungsplan gibt Aufschluss über die zulässige Grundstücksverwendung, was für zukünftige Entwicklungen maßgeblich ist.

Des Weiteren sind Teilungserklärungen und Eigentümerversammlungsprotokolle bei einem Erwerb von Wohnungseigentum von hoher Wichtigkeit, da sie die Rechte und Pflichten der Eigentümer offenlegen.

Auch eventuelle Mietverträge sind zu prüfen, um sich über Bestandsmieter und deren Vertragsverhältnisse zu informieren, wobei besonderes Augenmerk auf Kündigungsfristen und Miethöhen zu legen ist.

Zur Beurteilung der Bausubstanz gehören Unterlagen über durchgeführte Renovierungen und Wartungen, aktuelle Betriebskostenaufstellungen sowie sämtliche TÜV-Berichte zu Aufzügen oder Heizungsanlagen.

Letztlich sollten Sie auch ein fundiertes Bewusstsein für den energetischen Zustand des Hauses entwickeln. Hierfür ist der Energieausweis, der Informationen zu Energieeffizienz und -verbrauch liefert, von essentieller Bedeutung.

Frageliste für den Eigentümer

Bevor eine Besichtigung stattfindet, sollten präzise Fragen ausformuliert werden, um alle relevanten Informationen vom Eigentümer zu erhalten. Ein strukturierter Fragebogen ist hierbei essentiell.

Erkundigen Sie sich nach dem genauen Alter des Gebäudes und möglichen Denkmalschutztiteln. Diese Informationen sind entscheidend für anstehende Instandhaltungen und mögliche Steuervorteile.

Fragen Sie nach der letzten Modernisierung der Immobilie, energetischen Sanierungen sowie nachstehend anstehenden Reparaturen oder Wartungsarbeiten. Zuverlässige Angaben zu Sanierungsintervallen und Wartungsprotokollen geben Aufschluss über den Pflegezustand und damit verbundene Investitionen in die Zukunft.

Es ist außerdem empfehlenswert, sich über bestehende Rechtsverhältnisse, wie Grunddienstbarkeiten, Wegerechte oder etwaige Baulasten, zu informieren. Ebenso sollten Sie Nachfragen zu etwaigen Altlasten oder Bodenkontaminationen stellen, um späteren Überraschungen und daraus resultierenden Sanierungskosten vorzubeugen. Bei allen Angaben ist auf Vollständigkeit und Dokumentation zu achten, da diese Auswirkungen auf den Wert der Immobilie haben können.

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Begutachtung der Bausubstanz

Die Inspektion von Mauerwerk, Tragwerk und Fassade gibt Aufschluss über die strukturelle Integrität des Hauses. Risse, Feuchtigkeitsspuren sowie Ausbesserungsarbeiten sollten sorgfältig begutachtet werden.

Zu beachten ist ferner die Qualität von Dach und Dachstuhl, inklusive der Dämmung sowie Zustand und Alter der Dacheindeckung. Nicht zu vernachlässigende Details sind die Regenrinnen und Abflüsse, die Schutz vor Wasserschäden bieten.

Die Überprüfung der Fundamente und des Kellers ist essentiell für die Langzeitstabilität des Gebäudes. Spezielle Aufmerksamkeit verdienen auch Anzeichen von Setzungen oder Feuchtigkeit.

Zustand von Dach und Fassade

Beim Betrachten des Daches und der Fassade ist deren Zustand entscheidend für die Bewertung der Immobilie. Beschädigungen oder sichtbare Mängel können auf tiefergehende Probleme hinweisen und sollten genau analysiert werden.

Eine genaue Untersuchung der Dachziegel und Dachabdichtungen ist unerlässlich, um eventuelle Undichtigkeiten oder Schäden frühzeitig zu erkennen. Das Dach ist einer der kritischen Punkte für die Isolierung und den Schutz des Hauses gegen Witterungseinflüsse. Prüfen Sie insbesondere Rinnen und Fallrohre auf Blockaden oder Beschädigungen, die zu Wasserschäden führen können.

Die Fassade sollte auf Risse, Abplatzungen oder Verfärbungen untersucht werden, die auf Feuchtigkeitsprobleme oder strukturelle Schwächen schließen lassen. Ein intakter Putz und eine solide Verankerung der Außenbauteile sind für die Langlebigkeit und Isolation der Immobilie von hoher Bedeutung.

Des Weiteren ist die Dämmung von Dach und Fassade ein entscheidender Faktor für die Energieeffizienz des Gebäudes. Achten Sie bei der Besichtigung darauf, dass die Dämmmaterialien intakt und nach aktuellem Standard sind, um Heizkosten zu minimieren.

Abschließend sollten Sie die Dachkonstruktion im Dachstuhl begutachten, um Tragfähigkeit und Zustand der Balken sicherzustellen. Bauliche Veränderungen oder Ergänzungen sollten fachmännisch durchgeführt und entsprechend dokumentiert sein.

Prüfung von Fenstern und Türen

Begutachten Sie zunächst das Öffnen und Schließen.

Fenster und Türen sind für die Sicherheit und Energieeffizienz eines Hauses von herausragender Bedeutung. Eine gründliche Überprüfung sollte also die Funktionsfähigkeit beinhalten. Kontrollieren Sie, ob sich alle Fenster und Türen leicht und ohne Verkanten öffnen und schließen lassen. Dies kann Aufschluss über eventuelle Verformungen oder Rahmenbeschädigungen geben.

Achten Sie auf Dichtungen und Beschläge.

Bei der Begutachtung ist die Integrität der Dichtungen zentral – diese schützen vor Zugluft und Feuchtigkeit. Überprüfen Sie auch die Beschläge auf Abnutzungserscheinungen und Korrosion, die die Sicherheit und Funktionsweise beeinträchtigen könnten.

Die Verglasung darf nicht übersehen werden.

Untersuchen Sie die Beschaffenheit der Glasflächen für Anzeichen von Doppelverglasungsschäden – wie Kondensation zwischen den Scheiben. Zudem sind die Isolierwerte und der Schallschutz moderner Verglasungen entscheidende Faktoren, die beachtet werden sollten.

Stellen Sie auch auf optische Mängel ab.

Neben funktionalen Eigenschaften sollten auch ästhetische Aspekte betrachtet werden. Kratzer, Risse oder undichte Stellen nicht nur beeinträchtigen das Erscheinungsbild, sondern können auch auf strukturelle Probleme hinweisen, die möglicherweise einer sofortigen Aufmerksamkeit bedürfen.

Feuchtigkeit und Schimmel erkennen

Feuchtigkeit ist ein Indikator für potenzielle Mängel.

Bei der Hausbesichtigung sollten Sie besonderes Augenmerk auf Anzeichen von Feuchtigkeit legen. Suchen Sie nach feuchten Flecken an Wänden und Decken, abblätternder Farbe oder Tapete und verformtem Laminat oder Parkett. Feuchtigkeit kann schwerwiegende Schäden an der Bausubstanz verursachen und die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen, insbesondere wenn sie zur Schimmelbildung führt.

Schimmel kann gesundheitsschädlich sein.

Achten Sie vor allem in Bädern und Kellern auf Schimmelbildung. Diese Bereiche sind aufgrund ihrer höheren Feuchtebelastung besonders anfällig. Schimmel erkennen Sie an verfärbten Wänden, muffigem Geruch sowie schwarzen oder grünen Punkten vor allem in Ecken und an Fugen.

Schimmel muss umgehend beseitigt werden.

Sollten Sie Schimmel oder Feuchtigkeit feststellen, ist es ratsam, die betroffenen Bereiche gründlich zu untersuchen oder durch einen Sachverständigen begutachten zu lassen. Eine solche Begutachtung kann die Ursache der Feuchtigkeit identifizieren und Handlungsempfehlungen zur Sanierung und Prävention anbieten.

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Innenraum und Ausstattung bewerten

Bei der Begutachtung des Innenraums sind der Zustand und die Qualität der verbauten Materialien entscheidend. Untersuchen Sie Bodenbeläge, Wandverkleidungen und fest eingebaute Möbel auf Abnutzungserscheinungen und Beschädigungen.

In Räumen mit intensiver Nutzung, wie Küche und Bad, ist die Funktionalität und Modernität der Einbauten wie Armaturen, Sanitäranlagen und Elektrogeräte von großer Bedeutung. Achten Sie darauf, ob Modernisierungsbedarf besteht, der die Wirtschaftlichkeit und Attraktivität des Objektes beeinflussen könnte.

Die Qualität der Fenster und Türen ist ein Indikator für die Wärme- und Schalldämmung der Immobilie. Prüfen Sie Dichtungen, Beschläge und Isolierverglasungen auf ihre Funktionsfähigkeit und eventuellen Erneuerungsbedarf.

Raumgrößen und Aufteilung

Die Raumgrößen und deren Aufteilung sind entscheidend für die Wohnqualität und Nutzungseffizienz einer Immobilie.

  • Prüfung der Raumgrößen im Verhältnis zu den Angaben im Exposé oder Grundriss
  • Betrachtung der Zweckmäßigkeit der Raumaufteilung
  • Tageslichtverhältnisse in den einzelnen Räumen
  • Mögliche Veränderungen der Raumaufteilung und deren Aufwand
  • Passierbarkeit und Funktionalität von Fluren und Durchgängen
  • Stauraum und Abstellmöglichkeiten
  • Ausreichende Deckenhöhe, vor allem im Dachgeschoss oder Keller
  • Vorhandensein und Zustand von Einbauten oder Einbauschränken

Kleinere Räume können durch geschickte Gestaltung und Möblierung in ihrer Wirkung optimiert werden.

Die Flexibilität der Raumnutzung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Immobilienerwerb, da sie langfristige Bedürfnisse und Veränderungen des Lebensstils berücksichtigt.

Zustand von Böden und Wänden

Eine gründliche Begutachtung der Böden und Wände gibt Aufschluss über die Bausubstanz und mögliche versteckte Mängel. Risse, Ausbesserungsspuren oder Feuchtigkeitsflecken sind Warnsignale, die eine detaillierte Untersuchung erfordern, um späteren Renovierungsaufwand und Kosten abschätzen zu können.

Achten Sie auf ungleichmäßige Bodenbeläge und abgenutzte Stellen. Diese können auf Verschleiß oder tiefergehende Probleme hinweisen.

Im Rahmen der Begehung sollte besonderes Augenmerk auf die Qualität und Beschaffenheit der Materialien gelegt werden, sowie auf Anzeichen von Schimmelbildung oder Schädlingsbefall, die nicht selten auf umfassendere Probleme wie Feuchtigkeit oder unzureichende Isolation zurückzuführen sind. Die Wärmedämmung der Außenwände ist ebenso entscheidend, da sie langfristig zur Energieeffizienz des Hauses beiträgt.

Vergessen Sie nicht, den Zustand der Wandverkleidungen und Bodenbeläge in allen Räumen systematisch zu erfassen. Fußleisten, Übergänge zwischen verschiedenen Bodenarten sowie die Gleichmäßigkeit und Qualität der Verputzung und des Anstrichs sind in Ihrem Bericht zu vermerken. Bei Auffälligkeiten sollten Sie nicht zögern, Expertenrat einzuholen, um die Tragweite des Problems zu ermitteln und ob es sich lediglich um kosmetische Mängel oder substanzielle Strukturschäden handelt.

Heizung und Elektrik überprüfen

Beim Betreten eines Hauses sollten Sie unmittelbar das Funktionieren der Heizungsanlage in Augenschein nehmen. Überprüfen Sie sämtliche Heizkörper auf Wärmeabgabe und hören Sie nach ungewöhnlichen Geräuschen wie Klopfen oder Rauschen, die auf Luft im System oder andere Probleme hinweisen können.

Bei der Elektroinstallation ist ein erster visueller Eindruck entscheidend: Achten Sie auf offensichtliche Mängel wie fehlende Abdeckungen oder defekte Schalter. Des Weiteren sollte die Anzahl der Steckdosen pro Zimmer inspiziert werden, um sicherzustellen, dass diese den modernen Ansprüchen genügen – insbesondere in Küche und Büro, wo der Bedarf an Elektrizität höher ist.

Ein genauer Blick auf das Alter und den Zustand des Heizkessels und der elektrischen Schalttafel ist ebenso unerlässlich. Prüfen Sie, ob Wartungsinformationen vorhanden sind und ob es Anzeichen von Korrosion oder anderen Abnutzungserscheinungen gibt. Kontrollieren Sie auch, ob die Anlage den aktuellen Energiesparverordnungen entspricht und ob Modernisierungsbedarf besteht.

Vergessen Sie nicht, die Beleuchtungseinrichtungen zu testen, inklusive der Außenbeleuchtung. Überprüfen Sie, ob alle Lichtschalter funktionieren und ob es Anzeichen für elektische Probleme gibt, wie flackernde Leuchten oder verzögertes Ansprechen der Lampen. Dies könnte auf eine überalterte Elektrik hindeuten, was wiederum Sicherheitsrisiken birgt und kostspielige Sanierungen erforderlich machen kann.

Abschließend ist es ratsam, einen Elektrofachmann zur Bewertung der Gesamtelektrik hinzuzuziehen. Ein Fachmann kann verborgene Defekte aufspüren und die Sicherheit der Elektroinstallationen umfassend einschätzen. Bei der Heizung hilft der Blick in den Energieausweis, um die Effizienzklasse zu bestimmen und langfristig Energiekosten zu planen.

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Umgebung und Lage einbeziehen

Die Analyse der Umgebung und der Lage ist essentiell, um den Wert und die Attraktivität einer Immobilie zu beurteilen. Berücksichtigen Sie dabei die Infrastruktur, zum Beispiel die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufsmöglichkeiten und Bildungseinrichtungen.

Beachten Sie zudem die Entwicklungsperspektiven der Region: Gibt es geplante Bauvorhaben oder infrastrukturelle Maßnahmen, die den Immobilienwert beeinflussen könnten? Die Einschätzung zukünftiger Trends ist für langfristige Investitionsentscheidungen unerlässlich. Des Weiteren spielt die demografische Entwicklung eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Wertermittlung.

Ebenfalls relevant sind die Umweltbedingungen, wie die Luftqualität, Lärmbelästigung durch Verkehr oder Industrie sowie Risiken durch Hochwasser oder andere Naturereignisse. Prüfen Sie diese Faktoren sorgfältig, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

Nachbarschaft und Infrastruktur

Die Beschaffenheit des Wohnumfelds hat einen signifikanten Einfluss auf die Wohnqualität und damit auch auf den Wert einer Immobilie. Eine wohlüberlegte Prüfung der Nachbarschaft ist daher unerlässlich.

Die Zusammensetzung der Nachbarschaft gibt Aufschluss über das soziale Umfeld. Betrachten Sie das Altersspektrum der Anwohner, das Niveau der Gepflegtheit von Häusern und Gärten sowie soziale Anlaufpunkte wie Cafés oder Gemeindezentren. Erkunden Sie auch die Sicherheitslage – wie häufig sind Polizei und Sicherheitsdienste zu sehen und wie ist die allgemeine Kriminalitätsrate? Diese Faktoren tragen maßgeblich zur Lebensqualität bei und können Einfluss auf den Immobilienwert haben.

Darüber hinaus ist die Qualität der lokalen Infrastruktur entscheidend. Hierzu zählen nicht nur die Grundversorgungseinrichtungen wie Supermärkte und Apotheken, sondern auch das Angebot an öffentlichem Nahverkehr, die Erreichbarkeit medizinischer Einrichtungen und die Verfügbarkeit von Bildungsangeboten wie Schulen und Kindergärten. Die Anbindung an das Straßen- und Autobahnnetz sowie die Latenzzeiten im Berufsverkehr sind weitere Kriterien, die einbezogen werden sollten.

Schließlich sollte man auch den Freizeitwert der Umgebung nicht vernachlässigen. Die Nähe zu Grünanlagen, Sportstätten, kulturellen Einrichtungen oder Gastronomie expandiert die Attraktivität der Nachbarschaft. Der Zugang zu einer gesunden Work-Life-Balance wird für viele Menschen immer wichtiger und stellt daher einen essenziellen Aspekt bei der Bewertung der Infrastruktur dar. Auch die langfristigen Entwicklungspläne der Kommune in Hinblick auf Infrastrukturprojekte sollten bei der Einschätzung der Umgebung Berücksichtigung finden.

Verkehrsanbindung und Lärmbelastung

Eine adäquate Verkehrsanbindung stellt einen erheblichen Vorteil für Grundstückseigentümer und Immobilieninvestoren dar. Es verbessert die Erreichbarkeit und erhöht das Interesse potenzieller Mieter oder Käufer. Gleichzeitig kann ein hohes Verkehrsaufkommen jedoch zu signifikanten Lärmbelastungen führen, die den Wohnkomfort mindern und gesundheitliche Probleme verursachen.

Die Nähe zu Hauptverkehrsstraßen hat oft eine erhöhte Lärmemission zur Folge. Es empfiehlt sich, im Rahmen der Hausbesichtigung den Geräuschpegel zu unterschiedlichen Tageszeiten zu bewerten. Dies gibt Aufschluss darüber, wie präsent Verkehrslärm im Alltag der Bewohner sein könnte und ob Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind.

Bei der Einsicht in die Planungen lokaler Behörden kann festgestellt werden, ob zukünftige Verkehrsprojekte die Lärmbelästigung potenziell erhöhen oder reduzieren. Informationen über bevorstehende Umgehungsstraßen oder den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs können dabei von Bedeutung sein. Eine fundierte Kenntnis der Verkehrsinfrastruktur verschafft Ihnen als Eigentümer eine bessere Entscheidungsgrundlage hinsichtlich der Investition oder Anmietung.

Darüber hinaus sollte die Prüfung von Lärmschutzvorkehrungen wie Schallschutzfenstern und -wänden nicht außer Acht gelassen werden. Solche Faktoren tragen entscheidend zum Wohnwert bei und sollten bei der Bewertung des Objektes einfließen. Anhaltende Lärmbelästigungen können einen negativen Einfluss auf den Immobilienwert nehmen, was insbesondere bei An- oder Verkaufsentscheidungen von tragender Bedeutung sein kann. Investitionen in entsprechende Schutzmaßnahmen können daher nicht nur die Lebensqualität verbessern, sondern auch einen positiven ökonomischen Effekt haben.

Grundstück und Garten begutachten

Die Bewertung des Grundstücks sowie des Gartens ist ein entscheidender Aspekt bei der Begutachtung einer Immobilie.

  1. Grundstücksgrenzen: Überprüfen Sie die exakten Grundstücksgrenzen und vergleichen Sie diese mit dem Grundbuchauszug.
  2. Bebauungsmöglichkeiten: Klären Sie eventuelle Bebauungsgrenzen und bestehende Baurechte ab.
  3. Bodenbeschaffenheit: Beurteilen Sie die Qualität des Bodens und mögliche Einschränkungen durch Bodendenkmäler oder Altlasten.
  4. Zugangsrechte: Prüfen Sie Wegerechte oder Dienstbarkeiten, die das Grundstück betreffen könnten.
  5. Gartenpflege: Begutachten Sie den Pflegezustand des Gartens und bestehende Anpflanzungen.
  6. Außeninstallationen: Kontrollieren Sie Zäune, Wege, Terrassen sowie Außenbeleuchtung auf Zustand und Funktionalität.
  7. Entwässerung: Beurteilen Sie die Entwässerungssituation, insbesondere bei Hanglagen oder in überschwemmungsgefährdeten Gebieten.
  8. Nutzungsmöglichkeiten: Überlegen Sie, wie der Garten genutzt wird und ob er Ihren Ansprüchen genügt.

Nicht zu vernachlässigen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die das Grundstück betreffen.

Es empfiehlt sich, einen Fachmann hinzuzuziehen, um eine umfassende Bewertung sicherzustellen.

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Unser Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine gründliche Hausbesichtigung von großer Bedeutung ist, um potenzielle Mängel und Risiken frühzeitig zu erkennen. Eine fundierte Vorbereitung vor der Besichtigung, das Studium relevanter Unterlagen und das Erstellen einer Frageliste für den Eigentümer sind essentiell, um alle relevanten Informationen zu erhalten.

Während der Besichtigung sollten sowohl die äußere Bausubstanz, einschließlich Dach, Fassade und Fenster, als auch der Innenraum, einschließlich Böden, Wände, Heizung und Elektrik, sorgfältig begutachtet werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Anzeichen von Feuchtigkeit und Schimmel gelegt werden.

Die Lage und Umgebung der Immobilie, einschließlich Nachbarschaft, Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Lärmbelastung, sowie der Zustand des Grundstücks und Gartens sollten ebenfalls bewertet werden.

Insgesamt ist eine professionelle und detaillierte Hausbesichtigung unerlässlich, um informierte Entscheidungen treffen zu können.

Disclaimer

Die Empfehlungen und Informationen aus diesem Ratgeber sind unverbindlich und ohne jede Gewähr und haben zudem keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

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